Samstag, 22. Dezember 2012

Wintersonnwende Teil II: Die Rückkehr des Sonnenkindes

Unser Jul-Altar

Teil I dieser Reihe hat in mir eine Menge neuer Gedanken zum Thema Umgang mit Zeit wachgerufen, die ich mir allerdings für einen späteren Zeitpunkt aufbewahre (Teil III?).

Heute sehe ich mich gerade noch in der Lage, ein paar simple Gedanken zum Jul-Ritual, das ich heute in aller Ruhe und mit meinem Partner Arno gefeiert habe, aufs Papier zu bringen.

Die Planung war minimal. Ich hatte mir lediglich vorgenommen, den Abend nicht gänzlich unzeremoniell an uns vorbei streichen zu lassen. Ein paar Kerzen und immergrüne Zweige, Salbei und Glühwein sollten doch reichen. Den Rest würden wir aus uns selbst entwickeln; genug Routine hatten wir ja inzwischen.

Und so wurde mir erst klar, wofür wir dieses heutige Ritual feierten, als ich vor dem Altar nach den richtigen Worten für die Anrufung suchte. 

"Ich rufe den Gott, die Göttin und das heilige Kind in uns und allem was ist!"

Das heilige Kind. Da war es! Und plötzlich waren Jul und Weihnachten keine getrennten Dinge mehr. 

Das heilige Kind. Der Sohn, die Sonne (Son and sun). Mabon, Apollo, Horus, Mithras und, ja, auch Jesus.

Ab da flutsche das Ritual nur so. Wir sprachen davon, was es heißt, das heilige Kind zu sein; der Sohn (oder die Tochter) den jeder so sehnsüchtig erwartet und der auch ganz selbstverständlich darum weiß, dass die Party ohne ihn nicht weitergeht. Für den der Ochse und der Esel im Stall genauso wichtig sind, wenn nicht sogar noch wichtiger, wie die versammelten Magier. Unsere Mediation sollte uns zu unserem eigenen inneren Sonnenkind führen. Was will in uns geboren werden, in die Welt treten und mit aller Kraft strahlen?

Es war Gott sei Dank keine intellektuelle Übung und wir ersparten uns die Aufzählung all der Dinge, die wir im nächsten Jahr verwirklichen möchten. Vielmehr schien das innere Kind selbst hervorzutreten, mit aller Naivität und Unbefangenheit und einem ganz natürlichen Selbstbewusstsein, das wir Erwachsenen oft verloren zu haben scheinen.

Sonnenkinder
Das ist die Kraft, die wir brauchen, um der Welt zu begegnen und schöpferisch in ihr tätig zu sein! Wofür fahren wir all die Kerzen, Ritualgegenstände und das Räucherwerk auf, wenn nicht, um diese einfache, natürliche, kreative Kraft, die in uns wohnt und die mit dem gesamten Universum in Verbindung steht, hervorzulocken?

Und mit diesem Gedanken möchte ich diesen etwas plump geschriebenen Bericht beenden. Wobei... ein Foto gibt's noch. Von uns beiden Sonnenkindern. 

Voller Spieltrieb voraus und weiterhin fröhliche Festtage!
Euer Chris


Freitag, 21. Dezember 2012

Wintersonnwende Teil I: Apocalypse Now?

Langsam erwache ich in meinem Wust aus Kissen und Decken und räkle mich genüsslich. Mein Körper ist noch ziemlich steif und ich fühle mich leicht geplättet von der Kombination aus Sekt und Yoga am Vorabend. Gesang dringt aus dem Untergeschoß zu mir und fahles Licht fällt durchs Fenster.

Das ist er also, der Morgen zum Weltuntergang.
Fühlt sich an wie jeder x-beliebige Morgen im Winter. Die Sonne ist aufgegangen - was schon mal einige der New-Age-Prophezeihungen wiederlegt. Glück gehabt! Ich höre auch keine Engel trompeten und irgendetwas sagt mir, dass sich in den Nebelbänken, die draussen auf dem Feld zu sehen sind, wahrscheinlich keine Aliens verbergen.

Für die meisten Menschen, mit denen ich zu tun habe, ist der 21. Dezember ohnehin entweder ein Tag wie jeder andere oder die jährlich wiederkehrende Wintersonnwende. Nix besonderes. Nur einer meiner New-Age-Freunde, der ohnehin nicht für seine große Erdung bekannt ist, konnte sich gestern kaum auf dem Stuhl halten aufgrund der immensen Schwingungsbeschleunigung. Ja, die habe ich auch gespürt, aber bei mir war's wohl eher der Sekt.

Nichtsdestotrotz beschäftigt mich das Thema Maya-Kalender.
Nicht, weil ich daran glaube. Natürlich ändert sich die Energie am 21. Dezember, denn es ist ein besonderer, jährlich wiederkehrender Punkt im Zusammenspiel von Sonne und Erde. Und dass wir in interessanten Zeiten der Wandlung befinden ist ohnehin klar, wobei ich diese eher auf Veränderungen im kollektiven Bewusstsein der Menschen zurückführe. Das ganze Jahr war für mich eine Achterbahnfahrt großer innerer Veränderungen, die ich jedoch größtenteils als freudvoll und spannend empfunden habe und trotz Beschleunigung mit ausreichender Erdung.

Der Maya-Kalender-Glaube beschäftigt mich, weil ich sehe, wie einfach es ist, ach so vernünftige Menschen mit völlig aus der Luft geholten Behauptungen über völlig willkürlich definierte Daten in tiefsten Aberglauben zu stürzen; ein Phänomen, das zu jeder Jahrhundertwende zumindest in der christlichen Ära aufgetreten ist.

Und damit meine ich nicht die Spirituellen und Esoteriker in meinem Bekanntenkreis. Die meisten Posts über den Weltuntergang, die ich auf Facebook sehe, stammen von den unspirituellen, vermeintlich aufgeklärten Menschen, die sich zwar ausgiebig über das Thema lustig machen, aber doch offenbar irgendwie damit beschäftigen. Ironisch irgendwie. Von naturspiritueller Seite so gut wie keine Erwähnung der Begriffe Maya, Weltuntergang oder Apokalypse. Was Sinn macht, denn wie kann es in einem naturspirituellen Weltbild, das auf einem zyklischen Zeitmodell beruht, so etwas wie ein absolutes Ende geben? Das überlassen wir doch lieber den Traditionen, bei denen die Beobachtung natürlicher Kreisläufe keine Rolle spielt und die dementsprechend anfälliger für aus der Luft gegriffene Untergangsdaten innerhalb eines aus der Luft gegriffenen Kalenders sind.

Das interessante ist, dass dieses naturferne Gedankengut seit über tausend Jahren unsere gesamte Gesellschaft prägt, so dass es mich nicht weiter verwundert, dass der Maya-Mist (mit dem die echten Maya herzlich wenig zu tun haben) im christlich geprägten Mainstream besonders begeistert aufgegriffen wird. Natürlich mit viel Ironie und Zynismus, aber auch mit einem Rest von "haha, vielleicht ist ja doch was dran."

Die Veränderung, auf die ich wirklich warte, wird erst in ein paar Tagen, Wochen oder gar Monaten zu sehen sein. Wenn nämlich die Weltuntergangsbefürchter bemerken, dass es weiter geht. Dass sie weder in einer Flammenhölle untergegangen noch vom Ashtar-Kommando in die achte Dimension versetzt worden sind. Dass sie tatsächlich selbst sehen müssen, wo sie bleiben, wie sie ihr Leben weiterführen und mit den großen wie kleinen Problemen auf der Welt umgehen wollen.
Die nächste Weltuntergangsprophezeiung kommt bestimmt, aber ich erwarte, dass eine Menge Menschen aufwachen und erkennen werden, dass sie den Lauf der Welt selbst in der Hand haben. Ohne ein unmittelbar bevorstehendes neues Datum für die Apokalypse könnte das für das Jahr 2013 eine Welle absolut positiverAufbruchsenergie bedeuten. Darauf freue ich mich.

Mehr zur Wintersonnwende von mir (der wirklichen, ohne die Erwähnung des Wortes Maya. Versprochen.) gibt's heute Nacht. Oder morgen früh, mal sehen.

Euch allen eine besinnliche, erhellende, energetisierende Mittwinternacht!
Chris

Dienstag, 18. Dezember 2012

How to use Facebook to focus on what you want instead of what you think you want


What'll it be, folks?

I have been noticing a recent trend on Facebook to focus on complaints, victimhood and generally the negative. Even spiritual teachers and people who walk a spiritual path seem to resort to denouncing and pointing fingers. And I have caught myself doing the same several times.

It’s understandable. There are many things in our world that are far from perfect or even desirable. But is focussing on the negative really helping us to shift our energy towards a more positive life? I don’t think so. Facebook makes it easy for us to post and share stuff without reflecting on it first. But shouldn’t we be the ones who deal more consciously with this? As people on a spiritual path we know that energy follows awareness. Or we should know.


So let’s focus on the positive. 

Don’t get me wrong. I’m not saying we should ignore the not so great things in life – the wars, murders, bad people or even our own issues (and, yeah, if you complain about something on Facebook you can bet it’s yours too).

Again: Let’s focus on the positive: that which we want to strengthen and draw into our lives.

Here’s a list of things I came up with to be in better alignment with my Facebook output.


Let’s start with the Don’ts:
  1. Don’t post anything negative. Period. If you really need to do so, point out the bad things once, maybe twice. But don’t revel in them. Ranting will probably help you let off steam but it’s actually the digital equivalent of vomiting in public. And yes, maybe you get sympathy for a short time, but usually from the people that also fall out in that area. It only helps to keep you in the bad stuff. Every issue can be tackled from a positive direction too.
  2. Especially don’t try to get sympathies from people by pointing out how bad you feel but leaving the reasons shrouded in mystery. There’s a word for that: attention-seeking. There’s an even worse word for it: energy vampirism.
  3. Try to avoid sharing tons of memes, pictures with mottos etc. Most of that stuff looks positive at first glance, but is really nothing more than pathetic emotionalism and victimhood in disguise. Think about what you want to share. Maybe longer than five seconds. Does it really speak to the deepest healthiest part of you or does it just confirm your own preconceptions (you know, the ones that could use a revision anyway)?
  4. “Okay, I hear you, but there are really great quotes of really enlightened people on Facebook. The Dalai Lama. Rumi. George Takei. Well, maybe not George Takei.” Yes, you’re right. But think about it. Do you want your profile to look like a collection of great thoughts from every wonderful person in the world but you? What about your own original thoughts and inner wisdom? Try to post less of them and more of you. 
  5. Post less trivial stuff. The cat is sitting in a really funny position that you just need to share with all your Facebook friends. Really? Trust me, we have seen the same thing a hundred times before. Same goes for pics of meals or the dirt your kids dragged into the house. Some of it is funny, but most of it is just numbing the senses like fastfood. 

The Dos:

  1. Post what really inspires you in your life. And I don’t mean the next trivial Facebook meme but something that REALLY inspires you. Like, something from real life.
  2. Share the important stuff that you want people to be aware of, like websites of environmental organisations or where to send your money to help people in need. If it’s about a catastrophe, animal slaughter or other deficit, all negative things, ask yourself how you can write your post from a more positive mindset that empowers people to change the situation.
  3. Post what you are thankful for. According to the law of attraction being thankful for something tends to draw more of the same into your life. It’s really a no-brainer.
Well, there are not many Dos on my list, as you can see. Probably because the good reasons for sharing something on Facebook are really not many. Chances are good that you will be posting a lot less when following these rules.
Is that a good thing? I think so.
Because you will be contributing to spread the positive and constructive.
Because your Facebook friends will get a much better idea of the real you.
Because it will help you focus on the things you want. Really want.
Oh, and it also makes your profile look a lot less cluttered too.

And so it is!
Many Blessings

Chris

P.S.: If you come up with any Dos and Don’ts that are not on my list, please let me know!